MY BMI Allgemein – Mounjaro
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder vermuten, sollten Sie die Anwendung von Arzneimitteln wie Ozempic®, Wegovy® oder Mounjaro® ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache beurteilen lassen.
Für die Anwendung von Semaglutid oder Tirzepatid während der Schwangerschaft liegen derzeit nur begrenzte Daten vor. Daher wird eine Anwendung während der Schwangerschaft oder bei bestehendem Kinderwunsch in der Regel nicht empfohlen.
Patientinnen mit Diabetes benötigen während einer Schwangerschaft häufig eine engmaschige medizinische Betreuung. In bestimmten Fällen kann eine Anpassung der Behandlung erforderlich sein, beispielsweise eine vorübergehende Umstellung auf andere Therapieformen wie Insulin. Die Entscheidung hierzu erfolgt ausschließlich im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beurteilung.
Starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels können sowohl für die schwangere Person als auch für die Entwicklung des ungeborenen Kindes relevant sein. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie daher frühzeitig Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt informieren.
Stillzeit
Auch während der Stillzeit sollte die Anwendung von Semaglutid oder Tirzepatid nur nach vorheriger ärztlicher Beurteilung erfolgen.
Derzeit ist nicht ausreichend bekannt, ob diese Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen oder welche Auswirkungen dies auf gestillte Säuglinge haben könnte. Daher wird eine Anwendung während der Stillzeit in der Regel nicht empfohlen.
Wenn Sie stillen oder stillen möchten, besprechen Sie die für Sie geeigneten Behandlungsmöglichkeiten bitte mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.
Wenn die Anwendung von Arzneimitteln wie Ozempic®, Wegovy® oder Mounjaro® beendet wird, kann es bei einigen Patienten im Verlauf erneut zu einer Gewichtszunahme kommen. Wie sich das Körpergewicht nach dem Absetzen entwickelt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von Lebensstil, Ernährung, Bewegung sowie der persönlichen Stoffwechselsituation ab.
Diese Arzneimittel werden häufig im Rahmen eines langfristig angelegten Behandlungskonzepts eingesetzt. Ziel kann es sein, Veränderungen des Essverhaltens sowie eine nachhaltige Gewichtskontrolle zu unterstützen.
Wenn Sie darüber nachdenken, die Behandlung zu beenden oder zu unterbrechen, sollten Sie dies vorab mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Dort kann im Rahmen einer individuellen medizinischen Beurteilung geprüft werden, welche Vorgehensweise für Ihre persönliche Situation sinnvoll ist.
GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid oder Tirzepatid sind verschreibungspflichtige Arzneimittel, die – abhängig von der jeweiligen Zulassung – unter anderem bei Typ-2-Diabetes oder Adipositas eingesetzt werden können.
Neben ihrem Einfluss auf Blutzucker und Körpergewicht richtet sich die wissenschaftliche Aufmerksamkeit zunehmend auch auf mögliche Auswirkungen dieser Arzneimittel auf die Nierenfunktion.
Welche Rolle spielen die Nieren?
Die Nieren filtern Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, Übergewicht oder Adipositas kann die Nierenfunktion langfristig belastet sein. In bestimmten Fällen kann dies das Risiko für chronische Nierenerkrankungen oder diabetische Nierenschäden erhöhen.
Welche Effekte werden bei GLP-1-Medikamenten untersucht?
Klinische Studien deuten darauf hin, dass bestimmte GLP-1-Rezeptoragonisten unter bestimmten Voraussetzungen Einfluss auf verschiedene Faktoren haben können, die mit der Nierenfunktion in Zusammenhang stehen.
Untersucht wurden unter anderem mögliche Effekte auf:
- die Albuminurie, also den Verlust von Eiweiß über den Urin
- den Blutdruck
- bestimmte entzündliche Prozesse im Körper
- die Entwicklung der Nierenfunktion bei Risikopatienten
Bei einigen Patienten mit Typ-2-Diabetes und bestehenden Nierenauffälligkeiten wurde in Studien beobachtet, dass bestimmte GLP-1-Wirkstoffe möglicherweise zu einer Verlangsamung der Verschlechterung der Nierenfunktion beitragen können.
Wichtiger Hinweis
Mögliche nierenschützende Effekte wurden bislang nur für bestimmte Arzneimittel und unter den Bedingungen klinischer Studien untersucht. Eine Anwendung erfolgt ausschließlich entsprechend der zugelassenen Indikationen und im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beurteilung.
Die Behandlung mit Semaglutid oder Tirzepatid ersetzt keine nephrologische Betreuung oder individuelle medizinische Diagnostik bei bestehenden Nierenerkrankungen.
Tirzepatid ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten. Arzneimittel mit Tirzepatid können – abhängig von der jeweiligen Zulassung und ärztlichen Indikation – unter anderem bei Typ-2-Diabetes oder Adipositas eingesetzt werden.
Tirzepatid kann Einfluss auf den Blutzuckerspiegel sowie auf das Körpergewicht haben. Erhöhte Blutzuckerwerte und starkes Übergewicht können langfristig mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein, beispielsweise für Herz, Blutgefäße, Leber oder Stoffwechsel.
Anwendung von Tirzepatid
Tirzepatid wird in der Regel:
- einmal pro Woche angewendet
- mit einem Injektionspen unter die Haut gespritzt (subkutane Anwendung)
- im Bereich des Bauches, Oberschenkels oder Oberarms injiziert
Die Anwendung erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und entsprechend der offiziellen Gebrauchsinformation.
Bedeutung einer regelmäßigen Anwendung
Eine regelmäßige und sachgerechte Anwendung kann dazu beitragen, die Behandlung von Typ-2-Diabetes oder Adipositas zu unterstützen. Wie stark mögliche Effekte ausfallen, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von der persönlichen gesundheitlichen Situation sowie begleitenden Maßnahmen ab.
Zusätzliche Lebensstilmaßnahmen können die Behandlung unterstützen, beispielsweise:
- ausgewogene Ernährung
- regelmäßige körperliche Aktivität
- langfristige Veränderungen des Lebensstils
Mögliche Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Wenn Tirzepatid zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln angewendet wird, kann in bestimmten Fällen das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) erhöht sein.
Mögliche Anzeichen können unter anderem sein:
- Hungergefühl
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schwindel
- Zittern
- Schwitzen
- Herzklopfen
- Blässe
Bei Verdacht auf eine Unterzuckerung sollte entsprechend der ärztlichen Empfehlung schnell verfügbare Glukose oder Zucker aufgenommen werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei anderen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln können auch bei Tirzepatid Nebenwirkungen auftreten. Häufig berichtet werden insbesondere Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, zum Beispiel:
- Übelkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Verstopfung
Darüber hinaus können unter anderem auftreten:
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- Müdigkeit oder Erschöpfung
- Schwindel oder niedriger Blutdruck
Wenn Beschwerden anhalten oder stärker werden, sollten Sie sich an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Apotheke wenden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während einer Schwangerschaft sollte Tirzepatid in der Regel nicht angewendet werden. Für die Anwendung während der Schwangerschaft liegen derzeit nur begrenzte Daten vor.
Auch während der Stillzeit sollte die Anwendung ausschließlich nach individueller ärztlicher Beurteilung erfolgen. Derzeit ist nicht ausreichend bekannt, ob Tirzepatid in die Muttermilch übergeht oder welche Auswirkungen dies auf gestillte Säuglinge haben könnte.
Tirzepatid ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der sogenannten GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten. Diese Wirkstoffe beeinflussen verschiedene Prozesse, die an der Regulation des Blutzuckers und des Essverhaltens beteiligt sind.
Tirzepatid kann unter anderem:
- die Insulinfreisetzung nach Mahlzeiten beeinflussen
- die Freisetzung von Zucker aus der Leber reduzieren
- das Hungergefühl beeinflussen
- zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl beitragen
Arzneimittel mit Tirzepatid werden – abhängig von der jeweiligen Zulassung und ärztlichen Indikation – unter anderem bei:
- Typ-2-Diabetes
- Übergewicht oder Adipositas
eingesetzt.
Was bedeutet Übergewicht oder Adipositas?
Zur Beurteilung von Übergewicht wird häufig der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) verwendet. Dieser beschreibt das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Körpergröße.
Der BMI berechnet sich aus:
- Körpergewicht in Kilogramm
geteilt durch - Körpergröße in Metern zum Quadrat
Beispiel:
- 72 kg ÷ (1,70 m × 1,70 m) = BMI 24,9
Ein BMI:
- ab 25 gilt in der Regel als Übergewicht
- ab 30 als Adipositas
Übergewicht und Adipositas können langfristig mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein, beispielsweise für:
- Herz und Blutgefäße
- Leber
- Gelenke
- Stoffwechsel
Zusätzlich können Beschwerden wie eingeschränkte Beweglichkeit, schnelle Erschöpfung oder verminderte Belastbarkeit auftreten.
Wann kann Tirzepatid bei Übergewicht eingesetzt werden?
Die Grundlage der Behandlung von Übergewicht oder Adipositas besteht in der Regel aus Lebensstilmaßnahmen, beispielsweise:
- ausgewogener Ernährung
- regelmäßiger körperlicher Aktivität
- langfristigen Veränderungen des Lebensstils
- einem bewussteren Umgang mit Stressfaktoren
Wenn diese Maßnahmen allein nicht ausreichen und eine entsprechende ärztliche Indikation vorliegt, kann eine Behandlung mit Tirzepatid in Betracht gezogen werden.
Eine Verordnung erfolgt ausschließlich nach individueller medizinischer Beurteilung. Dabei werden unter anderem BMI, Vorerkrankungen sowie mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt.
Eine Behandlung kann beispielsweise infrage kommen bei:
- einem BMI ab 27 in Kombination mit gewichtsassoziierten Begleiterkrankungen, etwa:
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen
- Typ-2-Diabetes
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
oder
- einem BMI ab 30 ohne zusätzliche Begleiterkrankungen
Welche Wirkung kann Tirzepatid haben?
Tirzepatid kann dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu verstärken und das Hungergefühl zu beeinflussen. Dadurch kann bei einigen Patienten die Nahrungsaufnahme reduziert werden.
Im Rahmen einer ärztlich begleiteten Behandlung kann dies zu einer Gewichtsreduktion beitragen. Wie stark mögliche Effekte ausfallen, ist individuell unterschiedlich und abhängig von der persönlichen gesundheitlichen Situation sowie der konsequenten Umsetzung der Behandlungsempfehlungen.
Eine Gewichtsreduktion kann bei einigen Patienten dazu beitragen, Risikofaktoren im Zusammenhang mit Übergewicht oder Adipositas positiv zu beeinflussen, beispielsweise erhöhte Blutzuckerwerte oder Bluthochdruck.
Wie bei anderen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln können auch bei Wirkstoffen wie Semaglutid oder Tirzepatid Nebenwirkungen auftreten. Art und Ausprägung möglicher Beschwerden können individuell unterschiedlich sein.
Häufig berichtete Nebenwirkungen
Zu den häufiger berichteten Nebenwirkungen gehören insbesondere:
- Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, beispielsweise:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Unterzuckerung (Hypoglykämie), insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung anderer blutzuckersenkender Arzneimittel
Mögliche Anzeichen einer Unterzuckerung können unter anderem sein:
- Hungergefühl
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Zittern
- Schwitzen
- Herzklopfen
- Schwindel oder Blässe
Gelegentlich berichtete Nebenwirkungen
Darüber hinaus können unter anderem auftreten:
- Reaktionen an der Injektionsstelle, beispielsweise:
- Rötung
- Juckreiz
- Müdigkeit oder Erschöpfung
- niedriger Blutdruck oder beschleunigter Herzschlag
- Schwindelgefühl
- vorübergehender Haarausfall
- Überempfindlichkeitsreaktionen, beispielsweise:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Nesselsucht (Urtikaria)
Wenn Anzeichen einer allergischen Reaktion auftreten, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Seltene, aber medizinisch relevante Nebenwirkungen
In seltenen Fällen wurden auch folgende Beschwerden berichtet:
- Gallensteine oder Entzündungen der Gallenblase
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
Bei starken, anhaltenden Bauchschmerzen sollten Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren.
Was sollten Sie bei Nebenwirkungen tun?
Wenn bei Ihnen Beschwerden auftreten oder Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Apotheke. Dort kann im Rahmen einer individuellen medizinischen Beurteilung geprüft werden, ob ein Zusammenhang mit dem Arzneimittel besteht und ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.
Nebenwirkungen von Arzneimitteln können in Deutschland auch an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden.
- Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, beispielsweise:
Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Semaglutid oder Tirzepatid werden in der Regel subkutan angewendet, also als Injektion unter die Haut.
Geeignete Injektionsstellen können unter anderem sein:
- Bauch
- Oberschenkel
- Oberarm
Die Anwendung erfolgt üblicherweise mit einem vorgefüllten Injektionspen. Patienten erhalten vor Beginn der Behandlung eine Einweisung durch medizinisches Fachpersonal, beispielsweise durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke. In manchen Fällen kann die Anwendung auch durch eine vertraute Person unterstützt werden.
Wichtiger Hinweis vor der Anwendung
Kontrollieren Sie den Injektionspen vor jeder Anwendung sorgfältig.
Die Injektionslösung sollte:
- klar
- farblos
- frei von sichtbaren Partikeln
sein.
Wenn die Flüssigkeit verfärbt erscheint oder sichtbare Partikel enthält, sollte der Pen nicht verwendet werden.
Wann wird das Arzneimittel angewendet?
Die Anwendung erfolgt in der Regel:
- einmal pro Woche
- möglichst immer am gleichen Wochentag
Die genaue Dosierung und der Anwendungszeitpunkt werden individuell ärztlich festgelegt.
Wie lange wird das Arzneimittel angewendet?
Die Dauer der Behandlung hängt von der persönlichen gesundheitlichen Situation, dem Behandlungserfolg sowie der individuellen ärztlichen Beurteilung ab.
Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht, Adipositas oder Typ-2-Diabetes werden häufig im Rahmen eines langfristig angelegten Behandlungskonzepts eingesetzt. Wenn die Behandlung beendet wird, kann es bei einigen Patienten erneut zu einer Gewichtszunahme oder zu Veränderungen der Blutzuckerwerte kommen.
Änderungen der Dosierung oder ein Absetzen der Behandlung sollten daher ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Semaglutid oder Tirzepatid werden in der Regel einmal pro Woche angewendet. Für eine möglichst konstante Anwendung empfiehlt es sich, die Injektion möglichst immer am gleichen Wochentag durchzuführen.
Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, hängt das weitere Vorgehen davon ab, wie viel Zeit bis zur nächsten regulären Dosis verbleibt.
Wenn bis zur nächsten regulären Anwendung noch 3 Tage oder mehr verbleiben
- Die vergessene Dosis kann in vielen Fällen noch nachträglich angewendet werden.
- Die nächste reguläre Dosis erfolgt anschließend wieder am ursprünglich vorgesehenen Wochentag.
Wenn bis zur nächsten regulären Anwendung nur noch 2 Tage oder weniger verbleiben
- Die vergessene Dosis sollte in der Regel ausgelassen werden.
- Setzen Sie die Behandlung anschließend wie gewohnt am regulären Wochentag fort.
Wichtiger Hinweis
- Verwenden Sie keine doppelte Dosis, um eine vergessene Anwendung auszugleichen.
Bitte beachten Sie zusätzlich die aktuelle Gebrauchsinformation Ihres Arzneimittels. Bei Unsicherheiten zur Anwendung oder zum Dosierungsschema wenden Sie sich an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Apotheke.
Autofahren
Wenn Sie Arzneimittel wie Semaglutid oder Tirzepatid ausschließlich zur Behandlung von Übergewicht oder Adipositas anwenden und kein Diabetes mellitus vorliegt, bestehen in der Regel keine bekannten Einschränkungen für das Autofahren.
Werden diese Arzneimittel jedoch zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten angewendet, kann in bestimmten Fällen das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) erhöht sein. Beschwerden wie Schwindel, Zittern, Schwäche oder Konzentrationsprobleme können die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.
Wenn Sie sich unwohl fühlen oder Anzeichen einer Unterzuckerung bemerken, sollten Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.
Alkohol
Wenn Sie versuchen, Ihr Gewicht zu reduzieren oder Ihre Stoffwechselgesundheit zu verbessern, kann ein zurückhaltender Umgang mit Alkohol sinnvoll sein.
Alkohol kann unter anderem:
- zusätzlichen Kalorienkonsum fördern
- das Essverhalten beeinflussen
- Magen-Darm-Beschwerden verstärken
- den Blutzuckerspiegel beeinflussen
Wie Alkohol individuell vertragen wird, kann unterschiedlich sein und hängt unter anderem von der persönlichen gesundheitlichen Situation sowie der übrigen Medikation ab.
Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Übergewicht, Adipositas oder Stoffwechselerkrankungen.
Empfohlen wird häufig eine Ernährung mit:
- ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukten
- ausreichend Eiweiß, beispielsweise aus Hülsenfrüchten, Fisch, Nüssen oder magerem Geflügel
- überwiegend ungesättigten Fettsäuren, etwa aus Olivenöl oder Nüssen
- ausreichender Flüssigkeitszufuhr, beispielsweise Wasser oder ungesüßten Getränken
Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt sollten möglichst bewusst konsumiert werden.
Veränderungen der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten können herausfordernd sein und benötigen häufig Zeit. Unterstützend können Gespräche mit einer Ärztin, einem Arzt, einer Apotheke oder einer Ernährungsfachkraft hilfreich sein.
Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen medizinischen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Die Inhalte basieren unter anderem auf offiziellen Gebrauchsinformationen der jeweiligen Arzneimittel, veröffentlichten wissenschaftlichen Quellen, medizinischen Leitlinien sowie allgemein zugänglichen Fachinformationen. Trotz sorgfältiger Erstellung und regelmäßiger Prüfung kann keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Fehlerfreiheit übernommen werden.
Maßgeblich sind stets:
- die offizielle Gebrauchsinformation des jeweiligen Arzneimittels
- die ärztliche Beurteilung Ihrer persönlichen gesundheitlichen Situation
- die geltenden medizinischen Leitlinien und behördlichen Vorgaben
Die offiziellen Arzneimittelinformationen können unter anderem über die Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die European Medicines Agency sowie über die Herstellerseiten eingesehen werden.
Für gesundheitliche Entscheidungen oder die Anwendung verschreibungspflichtiger Arzneimittel wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Apotheke.