MY BMI – Gesundheit besser verstehen | BMICare

MY BMI – Gesundheit besser verstehen

Body Mass Index (BMI)

Der Body-Mass-Index (BMI) liefert eine erste Orientierung darüber, wie das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße eingeordnet wordt. Er kann Hinweise darauf geben, ob ein Untergewicht, Normalgewicht oder Übergewicht vorliegt. Der BMI ist jedoch nicht in jeder Situation vollständig aussagekräftig. Bei Menschen mit hoher Muskelmasse oder einer besonderen Körperzusammensetzung kann das Ergebnis beispielsweise verfälscht sein. Deshalb werden im medizinischen Kontext häufig auch weitere Faktoren berücksichtigt – zum Beispiel der Taillenumfang und die individuelle Körperzusammensetzung.

Im Rahmen einer langfristigen Behandlung wird häufig ein Gewichtsverlust von mindestens 5 % innerhalb eines Jahres angestrebt. Bereits eine moderate Gewichtsreduktion kann mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein, zum Beispiel:

✔️ Niedrigerer Blutdruck
✔️ Verbesserte Blutzuckerwerte
✔️ Verbesserte Leber- und Blutfettwerte
✔️ Weniger Gelenkbeschwerden

💡 Auch wenn Sie weniger als 5 % an Gewicht verlieren oder Ihr Gewicht stabil halten können, kann dies bereits positive gesundheitliche Effekte haben. Jeder Fortschritt zählt.

Grundumsatz (BMR)

Der Grundumsatz (Basal Metabolic Rate, BMR) beschreibt die Menge an Energie beziehungsweise Kalorien, die Ihr Körper täglich in völliger Ruhe benötigt. Dazu zählen lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Herzschlag, Stoffwechsel und Gehirnaktivität. Je höher der Grundumsatz ist, desto mehr Energie verbraucht Ihr Körper – auch ohne zusätzliche körperliche Aktivität. Wie kann der BMR beim Abnehmen helfen? Für eine Gewichtsabnahme ist entscheidend, dass der Körper weniger Kalorien aufnimmt, als insgesamt verbraucht werden. Dieser Gesamtverbrauch setzt sich aus dem Grundumsatz und der täglichen Bewegung beziehungsweise Aktivität zusammen. Entsteht dabei ein Kaloriendefizit, greift der Körper auf gespeicherte Energiereserven zurück.

📌 Mehr Kalorien als Grundumsatz + Bewegung ➜ mögliche Gewichtszunahme 📌 Weniger Kalorien als Grundumsatz + Bewegung ➜ mögliche Gewichtsabnahme 📌 Weniger als den Grundumsatz essen ➜ nur vorübergehend und idealerweise unter fachlicher Begleitung

Was beeinflusst den Grundumsatz (BMR)?
💪 Mehr Muskelmasse ➜ meist höherer Grundumsatz
📉 Mit zunehmendem Alter ➜ häufig niedrigerer Grundumsatz
🚹 Geschlecht und Körpergröße ➜ spielen ebenfalls eine wichtige Rolle
😴 Ausreichender Schlaf ➜ kann helfen, den Stoffwechsel und den Grundumsatz zu unterstützenouden

Rechenbeispiel:
Beispiel: Ihr Grundumsatz (BMR) beträgt 1.600 kcal + 400 kcal durch Bewegung = insgesamt 2.000 kcal pro Tag. Wenn Sie täglich 1.500 kcal zu sich nehmen, entsteht ein Kaloriendefizit von 500 kcal pro Tag. Dadurch kann Ihr Körper Fettreserven nutzen und eine gesunde Gewichtsabnahme unterstützen.

Was ist ein gesundes Kaloriendefizit?
🔹 300–500 kcal pro Tag ➜ langsame und schrittweise Gewichtsabnahme
🔹 500–700 kcal pro Tag ➜ stabile und häufig gut umsetzbare Gewichtsabnahme
🔹 Maximal etwa 800 kcal pro Tag ➜ nur unter medizinischer Begleitung empfehlenswert

💡 Eine Kalorienzufuhr unterhalb des Grundumsatzes kann vorübergehend wirksam sein, sollte jedoch nur unter medizinischer Begleitung und Kontrolle erfolgen.

Taillenumfang (TU)

Was sagt der Taillenumfang aus?
Der Taillenumfang kann Hinweise auf sogenanntes viszerales Fett geben – also Fettgewebe, das sich rund um die inneren Organe befindet. Ein erhöhter Anteil dieses Bauchfetts kann mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes verbunden sein.

Richtwerte für den Taillenumfang:
👩 Frauen ➜ weniger als 88 cm
👨 Männer ➜ weniger als 102 cm

So messen Sie richtig:
📍 Stellen Sie sich aufrecht hin
📍 Messen Sie nach einer normalen Ausatmung
📍 Messen Sie an der schmalsten Stelle zwischen Rippen und Hüfte
📍 Ziehen Sie das Maßband nicht zu fest an

Diese Informationen orientieren sich an anerkannten wissenschaftlichen und medizinischen Leitlinien, unter anderem der Deutsche Gesellschaft für Ernährung sowie internationalen Empfehlungen der World Health Organization (WHO).